DVB-T - Willkommen in der Welt der Artefakte
9.12.2004
Als einzigen Vorteil hat sich tatsächlich das Schlagwort “Überall” erwiesen. Die Bildqualität ist konstant, selbst mit einer winzigen Stabantenne, so spart man sich das Verlegen langer Kabel quer durch Wände. Nur kann dieser Vorteil die Nachteile nicht aufwiegen.
DVB-T ist nicht Live
Das Fernsehsignal hinkt aufgrund seiner technischen Beschaffenheit einige Sekunden hinter her. Wie machen die Sender das dann mit der großen Silvestergala?
Die Datenrate ist begrenzt
Besonders bei Szenen mit schnellen Bewegungen und kleinen Flächen (z.B. die Totale eine Tanz-Choreografie) fällt es auf, wie eingeschränkt die Datenrate ist: Hier sind viele Einzelbilder unscharf und von deutlich zu erkennenden Artefakten übersäht.
Kanalwechsel dauern lange
Der Wechsel innerhalb eines Kanales (auch “Bouquet” gennannt) geht mit fast der selben Geschwindigkeit, die man von Kabel und Antenne gewohnt ist. Wechselt man aber auf ein anderes Bouquet dauert der Wechsel nahzu unerträglich lange (3 bis 5 Sekunden). Ein Bouquet enthält 4 Programme.
Meine Oma verstehts nicht
Und dann ist da ja auch noch meine Oma - ohne Kabel seit Jahren glücklich mit ARD, ZDF und hr, stellt man ihr jetzt eine Box unter den Fernseher, die natürlich ihre eigene Fernbedienung mit sich bringt. Und mit der muss man behutsam umgehen - selbst mir passiert es teilweise, dass ein Druck auf die Taste “1″ eine Doppeleingabe bewirkt: Programm “11″ wollte ich nicht sehen…
Auch zielen muss man mit ihr, bei der Fernbedienung des Fernseher langte noch das grobe Anpeilen einer Fläche von der Größe eines Scheunentors; die Box ist da schon deutlich knausriger.
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