Kellerfund
10.12.2007
Tanjas Oma ist dafür berüchtigt, alles, aber auch wirklich alles, säuberlich verpackt im Keller zu verstauen — weil sie auch alles schon zwei- oder dreimal hat und man ja irgendwann mal irgendwen trifft, der es gebrauchen könnte. So hat es mich dann auch nicht wirklich gewundert, dass am Wochenende ein Schusswaffe samt 124 Schuss .22er-Munition aufgetaucht ist. Die hatte sich ihr Mann vor gut 15 Jahren zugelegt, um sich im Fall eines schlimmen Krankheitsverlaufes — er hatte Speiseröhrenkrebs — selbst töten zu können.
Heute habe ich die Waffen bei der Polizei abgegeben, wobei sich herausgestellt hat, dass es sich dabei im eine aufgebohrte Schreckschusswaffe handelt (Röhm RG76). Beim Schießwettbewerb trifft man mit so einer Waffe sicher kein Scheunentor — tödlich ist sie aber allemal.





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