GMail als standard E-Mail-Anwendung verwenden
14.11.2006
GMail bietet einen vollwertigen E-Mail-Client im Browser an. Was liegt da näher, GMail standardmäßig zu verwenden — der Browser ist sowieso meistens offen.
Die bestehende E-Mail-Adresse weiter verwenden
Damit man die alte E-Mail-Adresse in GMail verwenden kann, muss man diese freischalten. Dieser Vorgang ist auf dieser Seite in der GMail-Hilfe beschrieben: Wie kann ich die “Von:”-Adresse für ausgehende Nachrichten anpassen?
Ist dies erledigt, kann man beim beim Senden von E-Mails aus GMail die alte E-Mail-Adresse im Absender verwenden. Wie man die alte E-Mail-Adresse als Standard festlegt ist in Wie ändere ich meine standardmäßige “Von:”-Adresse? beschrieben.
gmail statt googlemail
Aufgrund von markenrechtlichen Konflikten wird GMail in Deutschland und einigen anderen Ländern GoogleMail genannt. Deswegen bekommt man bei einer Registrierung in diesen Ländern die Domain googlemail.com. Dies lässt sich jedoch leicht umgehen, indem man eine weitere E-Mail-Adresse hinzufügt. Diesmal ersetzt man einfach googlemail in der neuen E-Mail-Adresse mit gmail.
E-Mails nach GMail importieren
Nun haben wir eine schöne neue Mailbox. Leider ist diese aber leer. Gerade die Suchfunktion ist bei GMail sehr ausgereift. Damit wir in Zukunft nicht mehr in das Mailprogramm starten müssen, um alte Mails zu suchen, sollten wir diese noch nach GMail importieren.
Google selbst bietet zur Zeit keine Möglichkeit an, E-Mails aus anderen Anwendungen zu importieren. Es besteht natürlich die Möglichkeit, alle E-Mails an das neue Konto weiter zu leiten — allerdings ist das nicht besonders komfortabel.
Wesentlich einfacher geht das Importieren mit dem kostenlose Tool Google GMail Load (GML) von Mark Lyon oder gExodus - a graphical Gmail import tool. Beide setzen allerdings voraus, dass die E-Mails im mbox-Format vorliegen. Dieses Speicherformat für E-Mails hat seinen Ursprung in Unix und wird nur von Netscape- bzw. Mozilla-Produkten verwendet.
Hat man seine Mails bisher in Netscape oder Mozilla empfangen kann man das Tool direkt verwenden, ansonsten ist erst eine Konvertierung nötig.
Outlook-E-Mails importieren
Möchte man seine E-Mails aus Outlook in Gmail verwenden, ist ein etwas größerer Umweg notwendig.
Zuerst muss Outlook Express die Mails von Outlook importieren. Dies ist auf den Hilfeseiten von Microsoft erläutert: Importieren Ihrer Nachrichten oder Ihres Kontos aus Outlook in Outlook Express.
Outlook-Express-E-Mails importieren
Wenn die E-Mails bisher in Outlook Express empfangen worden sind, oder von Outlook importiert wurden, müssen diesen nun in Mozilla Thunderbird importiert werden. Dieser Vorgang ist auf den Hilfeseiten von Mozilla erläutert: Importieren von E-Mails und Adressen.
Nestcape-, Thunderbird- und Mozilla-E-Mails importieren
Sind nun alle E-Mails in Thunderbird oder Netscape Mail vorhanden, kann man sich endlich um den Import nach GMail kümmern.
Import mit gExodus 0.2
Hierzu lädt man sich die aktuelle Version von gExodus herunter. Nach dem Entpacken die gexodus.exe ausführen.
Die Mbox-Dateien finden sich, am Beispiel von Thunderbird, unter
C:\Dokumente und Einstellungen\ [Username]\ Anwendungsdaten\ Thunderbird\ Profiles\ default\ [Profilname]\ Mail\ [Konto-Name]
In diesem Ordner findet sich für jeden Post-Ordner, den man angelegt hat, eine Datei mit gleichem Namen ohne Dateiendung. Dies ist die Mbox-Datei. Mann muss nun jeden Ordner einzeln importieren — dies mag zwar etwas Mühselig erscheinen, hat aber den Vorteil, dass man den Betreffzeilen der zu importierenden E-Mails einen Text voranstellen kann, damit man diese dann in GMail schneller findet.
Der voreingestellte Mailserver von GMail hat bei mir nicht funktioniert. Ich habe alt1.gmail-smtp-in.l.google.com verwendet.
Mit einem Klick auf “Import into Gmail” beginnt gExodus mit dem Import — dies dauert ein Weile, denn GMail würde einen schnellen Massen-Import als SPAM-Angriff abwehren.
Zugang für Handys und PDAs
Unter http://m.gmail.com findet sich eine Version für mobile Endgeräte. Diese ist vom Funktionsumfang etwas eingeschränkt, kann aber auch selbst auf kleinen Displays von Handys oder PDAs verwendet werden.
Sehr praktisch ist auch, dass die Kontakte eingesehen und durchsucht werden können.
Erschienen in der Artikel-Reihe: Datensicherung für Gestalter






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