PC 2012
27.09.2011
Vier Jahre sind rum und nun ist es wieder an der Zeit einen neuen Rechner zu bauen. Auch diesemal möchte ich wieder einen kleinen Tower, diese sind zum Kunden und zu LAN-Parties einfach geiler zu transportieren, weil man sie so schön unter den Arm klemmen kann — auch wenn mein beiden 24″-LCDs das Thema Transport wieder ad absurdum führen.
Die wichtigen Eckdaten sind also: Midi-Tower mit Core i7-2600K, 8 GB RAM, 256 GB SSD, 3 TB HDD und Geforce GTX 580.
Die Konfiguration für etwa 1.600 € im Detail:
CPU, RAM und Mainboard
Zum Einsatz kommt der Intel Core i7-2600K (~260 €) auf einem Asrock P67 Extreme6 (~125 €) mit 8 GB DDR3-RAM (Corsair Vengeance, ~55 €) im Dual-Channel-Modus.
Interner Speicher
SSD muss 2012 einfach sein. Als Systemplatte habe ich die 256 GB Samsung SSD aus der 470er Serie (~270 €) ausgewählt, die durch eine schnelle 1 TB Samsung Spinpoint F3 (~45 €) ergänzt wird. Also Backup- und Medienspeicher gesellt sich dazu noch eine 2 TB Samsung EcoGreen F4 (~70 €).
Die ADATA S511 mit 240GB find ich auch sehr interessant, allerdings ist die mit 350 € doch einen Ticken zu teuer, auch wenn ihre Leistung sehr gut ist.
Wechselmedien
Keine. Die brauche ich schon lange nicht mehr.
Grafik
Ein großes Thema ist natürlich die Grafikkarte — hier bleibe ich den NVidia-Karten treu und entscheide mich wegen dem guten Kühlkonzept für die Gigabyte GeForce GTX 580 mit 1,5 GB GDDR5 (~400 €) — das ist damit das erste Mal, dass ich bei der Wahl der Grafikkarte keine Kompromisse mache, die GTX 580 ist die momentan schnellste Single-Core-GPU auf dem Markt.
Tower und Netzteil
Alle Teile werden in den Fractal Design Define R3 verbaut — natürlich in der USB 3.0 Variante — der neben einer kompletten Entkopplung aller Laufwerke, viele Möglichkeiten zur Montage von Lüftern bietet und zudem durch die Tür keine hässlichen Blenden für 5,25-Zoll-Laufwerke hat, die ich eben nicht benötige. Desweiteren ist dieser Tower bereits werkseitig gedämmt.
Als Netzteil habe ich das Seasonic X-760 (~170 €) gewählt.
Kühlung
Als CPU-Kühler setze ich auf den EKL Alpenföhn Nordwand (~34 €). Im Gehäuse kommen in der Front zwei Noiseblocker Black Silent XL1 mit 120mm aus meinem alten Gehäuse zum Einsatz, die als Ersatz für die beiden eher lauten Lüfter von Fractal Design dienen. Zusätzlich verbaue ich einen dritten XL1 in der Rückwand. Für die Kühlung der Grafikkarte sorgt ein EKL Alpenföhn Föhn 140mm (~14 €) den ich im Boden einsetzen werden. Für den Abzug der Luft nach oben, setze ich das gleiche Modell im Deckel ein. Gesteuert werden die Gehäuselüfter mit der NZXT Sentry Mesh (~22 €), die sich hinter der Tür verstecken lässt.
Erkenntnisse und Hintergründe
Zur Anschaffung eines neuen Rechners gehört es auch, sich durch hunderte Reviews zu quälen. Dabei habe ich folgendes gelernt:
- SSD bringen im Verhältnis sehr viel Leistungsgewinn, es muss also einen rein
- Große SSDs sind schneller als Kleine (kleiner gleich 64 GB)
- 16 GB RAM kann man nur schwerlich auslasten, bei dem Preis schadet es aber nichts
- Der Z68-Chipsatz ist nur marginal schneller und die neuen Features (SSD-Caching und virtuelle Grafikarten) für mich uninteressant — mit einem P67-Board kann man also Geld sparen
- Der GTX 570 ist in einigen Bereichen langsamer als der 560 Ti, insgesamt aber die bessere Wahl
- EVGA bietet keine lebenslange Garantie mehr
- Der i7 lässt sich ohne viel Aufwand auf 4,5 GHz übertakten
- CPU-Kühler mit an die 1.000 g Gewicht sind keine Seltenheit mehr


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