Neunzehnter Tag: Stockholm
26.08.2010
Nachdem wir auf dem kostenlosen Stadtplan den Hinweis für eine Segway-Tour in Stockholm gesehen haben, führt uns unser erster Weg mit den Fahrrädern zum Gallerian, einem der vielen Einkaufszentren der Stadt um dort die Segway-Tour für 14 Uhr zu buchen.
Danach haben wir erst mal zu Fuß die Innenstadt zwischen königlichem Palast und den Einkaufsmeilen erkundigt, unter anderem auch die mit Fisch- und Essensständen voll gestopfte Markthalle Östermalms Saluhall — das alles leider bei teilweise strömendem Regen. Zur Mittagszeit waren dann viele Restaurants und Imbissläden mit Anzugträgern überfüllt. Insgesamt ist hier in Stockholm kaum etwas von der skandinavischen Ruhe übrig geblieben — man fühlt sich wie in Frankfurt… wenn da nicht die vielen tollen, alten Gebäude wären, alle in nahezu perfektem Zustand. Man merkt hier deutlich, dass Stockholm nie einen Krieg erlebt hat.
Ab 14 Uhr hatten wir dann eine tolle Segway-Tour. Da wir nur zu zweit waren und zudem noch erfahrene Segway-Fahrer sind, konnte sich der Guide die Zeit nehmen, eine große Runde durch die Innenstadt entlang Palast und Oper zur Insel Djurgården und wieder zurück zu fahren.
Anschließend machten wir eine geführte Tour aus unserem Reiseführer durch Gamla Stan, einem Stadtteil mit sehr alten Häusern die sich in vielen verwinkelten Gassen auf eine Insel quetschen. Die Häuser sind zwar alt, aber zum Teil so gut — und vor allem gleichmäßig – in Schuss, dass man das Gefühl hat durch eine Filmkulisse zu laufen … Trotzdem ist dieser Stadtteil wirklich faszinierend und, wegen der Engen Gassen, quasi autofrei – eine echte Erholung, im Gegensatz zu Stockholms Innenstadt, die vor Autos, Taxis, Reisebussen und rasend schnellen Fahrradfahrern überquillt.
Apropos Fahrräder, Stockholm ist sehr fahrradfreundlich – an jeder großen Straße finden sich extra Fahrradwege und sogar -Ampeln.
Wieder auf dem Stellplatz nutzen wir die Duschen, die hier ohne Münzeinwurf, und damit ohne Zeitlimit auskommen …
Zum Abendessen gibt es Thai-Curry mit norwegischen und schwedischen Krabben auf chinesischen Nudeln, dazu grünen Salat, der hier wieder zu Preisen wie in Deutschland erhältlich ist.

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