Neunter Tag: Bergen
16.08.2010
Am Morgen des neunten Tages fahren wir weiter nach Bergen und stellen unser Wohnmobil – nach einigem Suchen – auf dem Bergen Bobilsenter ab. Dieser bessere Parkplatz hat einen Vorteil: Bergen ist über die Brücke gut zu Fuß zu erreichen.
Genau das machen wir dann auch gleich und schauen uns die zwischen Berge und Fjord geklemmte Metropole an. Man merkt gleich, dass hier alles etwas hektischer zu geht – was nach über einer Woche naturnaher Erholung deutlich auffällt. Neben den vielen Studenten – heute scheint wohl so etwas wie einer Erstsemester-Begrüßung statt zu finden – sind unheimlich viele Touristen in der Stadt. Und dazu noch sehr viele Baustellen.
Bergen ist übrigens die regenreichste Stadt Europas, mit 240 Regentagen pro Jahr – begrüßt uns aber mit tollem Sonnen-Wetter.
Wir verschaffen uns einen Überblick am Hausberg – dem Fløyen – den man über eine gut 900 Meter lange Standseilbahn erreichen kann. Dort oben wartet neben dem fantastischen Ausblick auf Bergen auch schöne Wandermöglichkeiten, die wir in einem kurzen Rundgang direkt nutzen.
Wieder unten schlendern wir kreuz und quer durch die schöne Stadt und machen uns dabei auf, um in der Stadtbibliothek ins Internet zu gehen – ein aus der Uni-Bibliothek ausgeliehenes Buch musste ich heute verlängern.
Mittlerweile hat sich der Himmel zugezogen und es scheint Regen zu geben, also machen wir uns auf den Rückweg, und besorgen bei einem Kiwi Supermarkt noch Kartoffeln und … Fiskekake.
Allein das Wort ist so lustig, dass ich diese „Fischkuchen“ unbedingt ausprobieren wollte. Es handelt sich dabei um eine vorgegarte Masse aus 50% Fisch, die in etwa wie Fischstäbchen ohne Panade schmecken, dabei aber vollständig ohne Struktur oder Fasern sind. Man kann sie essen – lecker ist aber was anderes.
Jedenfalls gibt es dazu noch Kartoffel-Karotten-Blumenkohl-Gemüse … und zum Nachtisch Paradiescrème Schokolade.
Auch sind die zwei mitgebrachten Flaschen Äppler aufgebraucht – mal sehen, ob die Norweger etwas vergleichbares in den Regalen haben …
Das mitgebrachte Netbook leistet uns abends übrigens gute Dienste, neben ein paar Folgen Burn Notice haben wir mit How I Met Your Mother angefangen – sehr, sehr lustig!
Wegen der bescheidenen sanitären Verhältnisse auf dem „Campingplatz“ haben wir heute beide zum ersten Mal die Dusche im Wohnmobil benutzt und sind überrascht wie bequem das funktioniert – kein Vergleich zu der Nasszelle in der Penichette …
Mittlerweile hat es auch wieder angefangen zu regnen – hoffentlich hört das bis morgen früh wieder auf, da wollen wir nämlich noch ein bisschen weiter die Stadt erkunden.
Karte
Koordinaten für diesen Eintrag: 60.396769, 5.324034

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