lifeisbetteron. Not, yet!
23.06.2010
On ist eine App für Android des britischen Mobilfunkanbieters Orange, die verspricht, alle persönlichen Kontakte und die Kommunikation mit diesen zentral managen zu können — und das angenehm, schnell und sicher. Es stehen neben den Telefonbuchkontakten auch die Daten aus den Konten in sozialen Netzwerken zur Verfügung.
Das verspricht natürlich einiges an Komfort auf das Smartphone zu bringen. Mit dem neuesten Update funktioniert On nun auch mit einer deutschen Handynummer — und ich konnte es heute zum ersten Mal testen.
Nach der Aktualisierung über den Android Market klappte das Einrichten des Nutzerkontos problemlos — allerdings ist eine Handynummer nötig, wobei mir nicht ersichtlich ist, wofür diese benötigt wird.
Nach der Installation importiert On alle Kontakte des Telefons, auf dem HTC Desire aber nur eine seltsame unergründliche Auswahl. Die Quelle — ob von der SIM, vom Handy oder aus anderer Quelle — ist nicht ersichtlich.
Möchte man nun die Kontakte aus seinen sozialen Netzwerken hinzufügen, geht das nicht in der App, man muss sich mit dem trägen Flash-Client auf der Webseite begnügen, der mich übrigens auch mehrfach einfach ausgeloggt hat. Die Passwort-Vergessen-Funktion verschickt, nebenbei bemerkt, eure gesetzten Passwörter im Klartext, diese können also jederzeit in den Datenbanken von On eingesehen werden.
Verknüpfen mit Sozialen Netzwerken
On ermöglicht diese zentrale Verwaltung mit Hilfe eines serverbasierten Dienstes, der alle Konten synchronisiert und Verbindungen zwischen den selben Kontakten aus verschiedenen Quellen erkennt und verknüpft.
Und hier sind wir auch schon beim nächsten bedenklichen Punkt: Alle Verknüpfungen mit den Konten erfolgen durch Eingabe des Konto-Logins und Passwortes — ob diese Dauerhaft gespeichert werden sei einmal dahin gestellt — eine große Sicherheitslücke und zu dem grundsätzlich nicht nötig, da Facebook und Twitter inzwischen die Möglichkeit anbieten, auf die Nutzerdaten ohne Nutzername und Passwort zu zu greifen.
Fazit
Trotz guter Vorschusslorbeeren, die das Team von On auch gerne in ihrem Twitter-Kanal verbreitet, sorgte das fehlerhafte Webinterface und vor allem der mangelhafte Umgang mit Zugangsdaten bei mir schnell dafür, On wieder zu deinstallieren — immerhin: Eine Option zum Löschen des Kontos ist vorhanden.
Das Konzept ist jedoch so viel versprechend, und deswegen in ein paar Monaten sicherlich wieder eine Testfahrt wert.

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