Erste OP: Arthroskopie am linken Knie
30.05.2009
Nachdem sich im vergangenen Jahr beim Joggen noch einigen Kilometern starke Schmerzen auf den äußeren oberen Seiten meiner Schienbeine zeigten, habe ich Dr. Anton aufgesucht. Nach einem MRT war die Diagnose ein leichter Meniskusschaden. Jedoch sollte ich erstmal das Joggen sein lassen und ordentlich Fahrrad fahren — damit sich der Schaden eventuell von selber wieder heilen kann. Hierfür habe ich mir auch ein Spinning-Rad ins Gästezimmer gestellt. Anfang des Jahres habe ich mich dann wieder in einem Fitnessstudio angemeldet — das Spinning-Rad konnte ich mit 10 EUR Verlust bei ebay los bekommen (inklusive aufwendigem Versand!).
Vor gut vier Wochen habe ich dann wieder einen Laufversuch auf dem Laufband gewagt. Zu meiner Enttäuschung stellte sich das alte Problem sofort wieder ein: Schmerzen in beiden Beinen, links leicht stärker als rechts. Somit war die OP unausweichlich, zum einen Auf Anraten des Arztes und schließlich will ich Gewissheit darüber, was da unten genau kaputt ist.
Also kam ich am vergangenen Freitag ins Ambulante OP-Zentrum in Neu-Isenburg, wo ich durch Dr. Anton in den Räumen des Anästhesisten Dr. Grohs operiert wurde, denn obwohl es sich bei der Arthroskopie um einen kleinen Eingriff handelt, wird dieser trotzdem in Vollnarkose durchgeführt.
So einen Narkose ist ein angenehme Sache: Es wird einem nur kurz schwindelig und schon ist man weg. Ich bin aufgewacht, als mich die Schwester in den Aufwachraum geschoben hat, mit Verband am Knie und Drainage-Flasche daneben. Ein ziemlich seltsames Gefühl — wie ein Filmriss, wenn man zu viel getrunken hat.
Das Ergebnis der OP war dann leider nicht ganz unkompliziert. Neben dem leichten Mensikusschaden und der vorher vermuteten Falte im Schleimbeutel (Plicafalte), die beide korrigiert wurden, wurde noch ein größerer Schaden an Knorpel hinter der Kniescheibe entdeckt. Während der OP wurde dort nun “Platz geschaffen”, damit sich wieder neue Knorpel bilden kann.
Im Ergebnis bin ich jetzt erstmal auf Krücken unterwegs und darf das linke Bein überhaupt nicht belasten. Da ist viel Hochlegen angesagt, was auch Sinn man — es ist noch ganz schön dick. Immerhin hab ich keine Schmerzen, somit muss ich mich nur damit rumärgern, unterwegs nie eine Hand frei zu haben. So dauern Sachen wie Frühtsück machen auf einem ewig und sind auch noch tierisch anstrengend.
Vier Tage lang (inkl. heute) muss ich mir auch selber Thrombose-Spritzen verpassen (siehe Bild), das ist aber ganz easy. Die Nadel ist sehr dünn und die Spritzen sind schon gebrauchsfertig gefüllt. Einfach reinpieksen und abdrücken. Zur Sicherheit kommt am Ende auch noch ein großér Plastikschütz aus der Hülle raus und verbirgt die Nadel. Die Pillen auf dem Bild sind ein Entzündigshemmer. Zusätzlich habe ich noch schmerzstillende Tropfen, aber die waren bis jetzt nicht nötig.
Bis zum Entfernen der Fäden nach 10 Tagen (am 8. Juni) trage ich auch einen hübschen Thrombosestrumpf. Danach gehts mit Krücken warscheinlich noch eine Weile weiter. Krank geschrieben bin ich bis zum 21. Juni.
Update 8. Juni 2009
Heute wurden die Fäden gezogen. Dabei habe ich auch erfahren, dass ich ab heute noch mindestens 4, besser 6 Wochen Krücken benutzen soll. Insbesondere Treppensteigen ohen Krücken sollte ich unbedingt vermeiden. Sobald das Knie abgeschwollen ist, kann ich mit leichtem Fahrradfahren anfangen.





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